Die Landwirtschaft im Wandel der Zeit 

von Kurt Kiermeier

 

Zuckerrübenanbau

  Der Zuckerrübenanbau spielte in Waibstadt eine untergeordnete rolle. Die geernteten Rüben wurden bis 1968 per Hand auf Eisenbahnwaggons verladen. Im Jahre 1969 schloss man sich der Daisbacher und Neidensteiner Verladegemeinschaft an und verlud die Rüben mittels automatischer Hebebühne in Neidenstein. Von hier aus wurden die Rüben per Bahn in die Zuckerfabrik nach Waghäusel gefahren. Da eine Totalrenovierung der Verladeanlage im Jahre 1969 notwendig gewesen wäre, entschloss man sich die Rüben per LKW abfahren zu lassen.

Die Aussaat sowie die Ernte der Rüben werden heute aus Kostengründen vom Lohnunternehmer übernommen. 1994 wurden noch von zwei Waibstadter Landwirten Zuckerrüben angebaut, was zum Teil auf die Kontigentierung der Rübenflächen zu schließen ist.

 

 

Flächenaufteilung der Waibstadter Gemarkung von 1889 - 1994

 

  Angabe in Hektar

  1889 1920 1940 1994
Gebäude 8,6 10,08 15,58 140,96
Abbauland 1,49 1,38 1,30 0,69
Grünanlagen - - - 6,04
Verkehrsfläche 43,38 46,39 46,34 130,39
Ackerbau 1041,90 1035,93 1029,47 762,22
Weinberge 0,42 - - -
Grünland 145,59 146,16 147,15 170,52
Gartenland 15,29 16,36 16,06 16,92
Waldfläche 558,66 559,61 559,57 571,49
Wasserfläche 6,65 6,88 7,25 12,14
Friedhof u. Unland 4,29 3,51 3,56 16,39
Gemarkungsfläche 1826,34 1826,30 1826,28 1827,76

          

Anzahl der Flurstücke 14758 14624 14438

6976

  

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